Dienstag, 27. November 2012

"Ahnungslos - Was ist extremismus?"

Letzte Woche durften wir mal wieder eine Glanzleistung des Bundesministeriums für politische Bildung begutachten. Ein neues Video um Menschen über die Gefahr der Extremisten zu waren also. Klingt schon mal viel versprechend. Dass jedoch so ein Unfug dabei rauskommt, damit haben wir nicht gerechnet. (Naja, um ehrlich zu sein, wohl eher schon.)

Aber seht selbst. Das Video wurde den der bpb gelöscht und wird "überarbeitet". Youtube sei dank, hier aber trotzdem noch zu sehen:



Auffällig sind zwei Sachen:
1) "Die Linken fackeln Luxuskarossen ab, die Rechten kontern mit den sog. "Dönermorden" (ich könnte jedes mal kotzen bei dem Begriff):
Die Linken sind also schuld daran, dass drei Neonazis zehn Menschen ermordet haben. Soso. Und sowieso fackeln die Linken nur Autos ab. Dass bei der letzten Brandserie in Berlin ein frustrierter Arbeitsloser einen großteil der Autos abgefackelt hat interessiert nicht, die Bilder sind schon zu fest in den Köpfen drin.

2) Beschreibung Extremisten:
"- Sie sind davon überzeugt, dass ihre Meinung die allein gültige, wahre ist.
- Sind bereit diese mit Gewalt durchzusetzen.
- Die anderen Gehören ihrer Meinung nach rausgeschmissen, eingesperrt oder noch schlimmeres.
Und das steht im Widerspruch zum Grundgesetz."

Fragen wir doch mal Herrn Innenminister Friedrich, ob wir nicht ein anderes Wirtschaftssystem oder eine andere Gesellschaftsordnung einführen wollen. Er wird uns ziemlich schnell erklären, dass das aktuelle System das allein gültige und einzig richtige ist.
Und wenn jemand anderer Meinung ist wird das natürlich mit Gewalt durchgesetzt, wozu haben wir denn sonst Polizei und Militär, die Demonstrationen niederknüppeln und Kriege für wirtschaftliche Zwecke führen.
"Die anderen", werden dann halt Abgeschoben, eingesperrt oder evtl. mit der Todesstrafe "bestraft". (letzteres nicht in Deutschland, in anderen, befreundeten Staaten aber sehr wohl).

Wo sind jetzt nochmal diese Extremisten?


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Zum Weiterlesen und mehr Infos über die Extremismustheorie:

http://strassenauszucker.blogsport.de/2010/05/12/ziemlich-extrem/

Samstag, 3. November 2012

Rechter Aufmarsch am 10.11.2012


Für Samstag, den 10.11.2012, kündigt der Münchner Kreisverband von „Pro Deutschland“ unter Stefan Werner eine rassistische Demonstration unter dem Motto „München gegen Islamisten. Nein zur Moschee“ an. Diese soll um 11 Uhr an der U-Bahn-Haltestelle „Poccistrasse“ beginnen und bis zum Sendlinger-Tor-Platz führen.
Die rechte Demonstration, die auf mehreren einschlägigen extrem rechten Websites und auf Facebook beworben wird, soll laut Informationen der„Antifaschistischen Informations- Dokumentations- und Archivstelle München” (a.i.d.a.) um 11.00 Uhr mit einer Kundgebung in der Ruppertstr./Ecke Tumblingerstr. beginnen und dann über Tumblinger Strasse, Häberlstrasse, Lindwurmstrasse zu einer Abschlusskundgebung am Sendlinger Tor Platz führen.

Sprechen soll u. a. der Bundesvorsitzende der extrem rechten „Bürgerbewegung pro Deutschland“ Manfred Rouhs und deren Bundesgeschäftsführer Lars Seidensticker, der schon die antimuslimische „Freiheit-statt-Islam–Tour“ in Nordrhein–Westfalen initiiert hatte.
Angemeldet wurde die Demonstration von Stefan Werner (32), Kreisverbandvorsitzender von Pro Deutschland und zuständig für das Ressort „Jugend“ auf Bundesebene. Werner ist 2005 im Bezirk München-West für dieNPD zur Bundestagswahl angetreten. Nach einem Ergebnis von nur 0,9% zog er sich aus der „Deutschen Partei“ (DP), in der er zuvor aktiv war, zurück und machte von nun an bei der 2006 gegründeten „Bürgerbewegung pro München – patriotisch und sozial e.V“ (kurz: Pro München) mit. Bei der Gründung waren auch NPD-Kader wie Roland Wuttke (Mering) oder Norman Bordin (Ottobrunn) anwesend und führten sogar Protokoll.
Vom bürgerlichen Bündnis „München ist Bunt“ wird auf eine antifaschistische Gegenkundgebung am Goetheplatz mobilisiert. Dieser ist sowohl mit der U3/U6, als auch mit den Bussen 152 und 58 zu erreichen. Im Aufruf, der auch von zahlreichen Parteien (von DIE LINKE bis CSU) und Gewerkschaften sowie der Israelitische Kultusgemeinde München und dem ZIE-M unterstützt wird heisst es: „Kommt zur Gegenkundgebung am 10.11.12 um 10:30 Uhr am Goetheplatz. Setzt mit uns ein Zeichen für eine weltoffene, bunte und demokratische Stadtgesellschaft! Unser Konsens ist der Münchner Appell gegen Rechtspopulismus“
Münchner Antifa-Gruppen hingegen mobilisieren direkt zur Poccistrasse. Diese ist über die U-Bahnen U3 und U6 erreichbar, sowie mit den Bussen 152 und 131. Im autonomen Aufruf heisst es: „Wir wollen nicht, dass Nazis und Faschist_innen, egal ob von den freien Kräften, der NPD oder Splittergruppen wie Pro Deutschland auf den Strassen in München und auch sonstwo maschieren können! Kommt alle auf die Straße und stellt (oder setzt) euch der menschenverachtender Propaganda entgegen. Nehmt eure Freund_innen mit und seid kreativ. Alerta Antifascista!“
weitere Infos: