Donnerstag, 21. Februar 2013

Nazi-Infostand crashen! BIA vertreiben!

Gefunden auf linksunten.indymedia:

Am Dienstag, den 5. März 2013 wollen Aktivist_innen der "Bürgerinitiative Ausländerstopp" (BIA), eine im Neonazi-Netzwerk "Freies-Netz-Süd" (FNS) organisierte NPD-Tarnliste in München eine neonazistische Kundgebung bzw. einen Infostand abhalten.
Dieser soll laut a.i.d.a.-Informationen von 11.00 bis 21.00 Uhr am Giesinger Bahnhofsplatz in München stattfinden.

Die "Bürgerinitiative Ausländerstopp München", die seit 2008 mit Karl Richter auch einen Sitz im Münchner Stadtrat inne hat, positioniert sich sowohl zu NPD (deren Bayrischer Landesvorsitzender Karl Richter ist), als auch zum "Freien Netz Süd", einem Kameradschaftsdachverband, dem so gut wie alle größeren Kameradschaften in Bayern und Umland angehören.

Zu erwarten sind bei dem sog. Infostand mehrere Reden, insbesondere von BIA-Stadtrat und "Deutsche Stimme"1-Chefredakteur Karl Richterund der FNS-Aktivistin Vanessa Becker, die seit wenigen Monaten mit zwei Kameraden in einer Nazi-WG in der Carl-Hanser-Straße 42 in München wohnt.

Auch wird es für warscheinlich gehalten, dass Mitglieder der angeblich aufgelösten neonazistischen Schlägertruppe2 "Jagdstaffel D.S.T." wieder für den "Schutz", das heisst, das gezielte Abfangen, Abfotografieren und Zusammenschlagen vermeintlich politischer Gegner_innen, zuständig sind. Ihre Gewaltbereitschaft gegenüber Antifaschist_innen bewiesen diese Gestalten zuletzt beim sog. "BIA-Infostand-Marathon" am 8. Dezember 2012, als circa ein halbes Dutzend Aktivisten des Schlägertrupps in eine U-Bahn stieg, mit der Antifaschist_innen zu Protesten fahren wollten.

Es muss klar sein, dass auch an Arbeitstagen und auch am Vormittag antifaschistischer Widerstand auf die Straße getragen werden muss!

Mehr Informationen über den sog. Infostand und antifaschistische Gegenaktivitäten werden in Kürze über die üblichen Kanäle verbreitet.


Quellen:

Aktuelle Infos:

Donnerstag, 14. Februar 2013

Immer wieder der gleiche Scheiß !!

Bullen verprügeln andere Menschen, soweit nichts neues. Polizeigewalt und Polizeiwillkür ist in unserer Gesellschaft alltäglich.

Wir erinnern uns an den Fall der letzte Woche nicht nur durch die Münchner-Medien ging: "Der Beamte ist ausgetickt"

Oder an den Fall Ende letzten Jahres, wo der (ehemalige) Leiter der Polizeiinspektion Rosenheim tatsächlich vor Gericht wegen Körperverletzung verurteilt wurde.

Sogar Amnesty International hat sich in einer Kampagne dem Thema Polizeigewalt und Polizeiwillkür gewidmet.

Das Thema kann nicht mehr totgeschwiegen werden, denn immer mehr Menschen (auch Menschen die evtl. auf noch keiner Demo waren) machen ihre Erfahrungen mit der Polizei. Nun hat sogar Spiegel TV eine Reportage dazu gemacht:


Ich glaube, wir brauchen das nicht weiter zu kommentieren. Die Bullen sorgen schon selber für ihren Ruf.


Macht nur weiter so, so rettet ihr bestimmt die Welt!

Samstag, 2. Februar 2013

#Aufschrei gegen Sexismus

Diese "Sexismusdebatte" geht uns mächtig auf den Keks. Als wäre Herr Brüderle, der einzige Mensch auf der Welt, der Frauen sexistisch beleidigt. Und als gäbe es irgendetwas zu "debattieren".

Konsequenterweise gibt es aufgrund Ereignisse der letzten Woche einen Aufschrei gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt.

Unter dem Hashtag #Aufschrei twittern tausende Menschen, vor allem Frauen, ihre alltäglichen erfahrungen mit Sexismus. Ausführlich gibt es ebenfalls tausende Beiträge innerhalb kürzester Zeit auf alltagssexismus.de. Dort berichten Freuen (und auch einige Männer) von ihren alltäglichen Erfahrungen mit Seximus und sexualisierter Gewalt.

"Der Lehrer, der uns - nachdem ihn in der 10ten Klasse ein paar Mädels darauf angesprochen haben, dass er ihnen immer auf die Brüste schaut - erklärt, dass wir ja auch hingucken würden, wenn wir einen Berg Schokolade vor uns sehen würden."

Um nur mal ein Beispiel herauszunehmen.


Dazu ein sehr lesenswerter Leitfaden zu "Wie verhalte ich mich möglichst nicht wie ein Arsch" auf dem Blog High on Clichés oder wenn es brennzlicher wird einige Tips dazu, wie du selber Personen die Ziel von Street Harassment sind unterstützen kannst - und eine Erklärung des Begriffs auf berlin.ihollaback.org.


Sexismus bleibt scheiße und Geschlechterrollen sowieso.

Zur weiteren Lektüre zu Feminismus, Antisexismus und Geschlecht(errollen):

Mädchenblog
Mädchenmannschaft
Und natürlich auch sehr zu empfehlen sind die Videobeiträge von Anita Sarkeesian auf Feminist Frequency. Inhaltlich einiges zum Thema Darstellung von Frauen in den Medien.

Freitag, 1. Februar 2013

Die Nazis, der NSU, der Staat und der Verfassungsschutz

Vortrag und Diskussion mit Katharina König

 

“Wenn wir nur ein zwei Quellen haben, dann müssen wir die bei Laune halten. V-Mann Brandt hat auch Technik bekommen, Handys, Computer, Fax, Zuschüsse zum Auto. Brandt sollte nicht allzusehr nach den Dreien [NSU-Trio] nachfragen, nur rumhorchen, damit er nicht auffällt.”

Schrader, Abteilungsleiter Rechtsextremismus vor dem NSU Untersuchungsausschuss Thüringen 9.7.2012

Jahrzehntelang macht eine Gruppe Nazis das, was Nazis nun mal machen. Und mal wieder hat keiner was gewusst. Seit der „Selbstaufdeckung“ des „Nationalsozialsozialistischen Untergrundes“, einer Terrorgruppe, der mindestens 10 Morde, mehre Bombenanschläge und Banküberfalle zur Last gelegt werden, wird deutlich, dass rassistische Einstellungen und Ressentiments nicht das Problem einer kleinen „extremistischen“ Minderheit sind. Vielmehr erscheinen sie tief in unserer Gesellschaft und auch in den staatlichen Sicherheitsbehörden verwurzelt, die bei den Morden der Terrorzelle mehr als nur ein Auge zugedrückt haben. Eine von Anbeginn von Zivilgesellschaft und Medienöffentlichkeit geforderte restlose Aufarbeitung der Taten, aber auch der Verantwortung von Polizei, Verfassungsschutz und Politik, wird dabei vor allem durch die Sicherheitsbehörden selbst behindert.

Die Abgeordnete Katharina König sitzt für die Partei DIE LINKE im Untersuchungsausschuss des Thüringer Landtages, der sich mit der Aufklärung des NSU-Komplexes beschäftigt. Sie wird im Vorfeld des bald in München statt findenden Prozesses die Geschehnisse aus ihrer Sicht Revue passieren lassen. Über Nazistrukturen, Ignoranz und bewusste Täuschung, die Möglichkeiten und Grenzen parlamentarischer Aufklärungsarbeit, und alltäglichen Rassismus.

Dazu laden wir euch herzlich zum Vortrag mit anschließender Diskussion ein:

20. Februar 2013 -- 20 Uhr 

Kafe Marat, Thalkirchner Str. 104

UPDATE: NSU-Prozess am 17. April 2013

So, jetzt ist es raus: Der Prozess gegen Beate Zschäpe, Ralf Wohlleben, Holger Gerlach, Carsten Schultz und André Eminger wird am Mittwoch, den 17. April in München beginnen.

Das heißt, die Antifaschistische Demonstration findet am Samstag, den 13. April statt. Auftaktort ist der Stachus, genauers folgt in kürze!