Sonntag, 18. Mai 2014

Kein CSU-Referent an der Spitze des Münchner KVR!

Kein CSU-Referent an der Spitze des Münchner KVR! 
Kommt zur Protestkundgebung am Montag, den 19.05. um 18.00 Uhr, Augustiner-Keller, Arnulfstr. 52
Gegen Willkür. Gegen restriktive Kommunalpolitik. Gegen Ausgrenzung und Diskriminierung.

Aufruf zur Protestkundgebung am 19. Mai 2014


Mittwoch, 14. Mai 2014

Veranstaltung: Der FC Bayern und der Antisemitismus – Vom Aufstieg und der Zerschlagung einer liberalen Fußballkultur

In den Jahren der Weimarer Republik gehörte der FC Bayern zur Avantgarde des deutschen Fußballs.
Der bürgerlich-liberale und weltoffene Klub beschäftigte ausländische Trainer, betrieb eine vorzügliche Nachwuchsarbeit, spielte „modernen“ Fußball und war ein Verfechter der Legalisierung des Profisports. Präsident des Klubs war der Jude Kurt Landauer, einer der großen Visionäre im deutschen Fußball der Weimarer Jahre.
1932 wurde der FC Bayern erstmals Deutscher Meister. Aber als einige Monate später die Nationalsozialisten die Macht übernahmen und auch noch die Restbestände einer liberalen Fußballkultur zerschlugen, ging es mit dem Klub bergab.
Kurt Landauer, der Architekt des sportlichen Aufstiegs, musste sein Amt niederlegen. Der österreichisch-ungarische Meistertrainer Richard Dombi, auch er ein Jude, kehrte München und Deutschland den Rücken. Ebenso Nationalspieler und Goalgetter Oskar Rohr, der sich als Profi verdingen wollte, was im nationalsozialistischen Deutschland nicht mehr möglich war.
Die anschließende „Nazifizierung“ des FC Bayern verlief schleppend und holperig. Die Nazis mochten den Klub nicht. Den Bayern wurde nie vergeben, dass sie vor 1933 ein „Judenclub“ gewesen waren.
Kurt Landauer überlebte den Holocaust in der Schweiz, kehrte nach dem Krieg nach München zurück und wurde noch einmal zum Präsidenten des FC Bayern gewählt.
Mit dem Verfolgten des NS-Regimes an der Spitze, präsentierte sich der Klub nun den Alliierten und der neuen Stadtregierung als glaubwürdiger und zuverlässiger Partner beim Neuaufbau der Demokratie in Deutschland.
Zum Referenten: Dietrich Schulze-Marmeling ist Autor des Buches „Der FC Bayern und seine Juden – Aufstieg und Zerschlagung einer liberalen Fußballkultur“, das 2011 von der Deutschen Akademie für Fußballkultur als „Fußballbuch des Jahres“ ausgezeichnet wurde und 2013 in 2. und erweiterter Auflage erschien.

Wann ?
Dienstag - 20.05.2014
19:00 Uhr
Wo ?
Büro der Grünen Jugend München
Sendlinger Str. 47 (Direkt beim Sendlinger Tor)
München

Dienstag, 13. Mai 2014

Solidarität mit den streikenden Refugees in Ankara

Seit 27 Tagen waren afghanische Geflüchtete im Hungestreik in der Türkei. Sie prostestierten gegen das Vorgehen der UN Flüchtlingsagentur(UNHCR), keine Asylgesuche von Afghan*innen zu bearbeiten. Vor zwei Tagen erhielten sie die furchtbare Nachricht, dass mindestens 25 afghanische Geflüchtete beim Versuch von der Türkei nach Griechenland zu gelangen gestorben sind.

Die Türkei ist immer noch ein Transitland für Asylsuchende. Sie müssen sich in einem weiteren europaeischen Land bewerben um Flüchtlingsstatus zu erhalten. Solange sie diesen nicht haben können sie nicht arbeiten und bekommen keine aerztliche Versorgung, sind obdachlos und müssen meist betteln oder sind zu Sexarbeit gezwungen. In der Konsequenz begehen viele Selbstmord oder sterben bei dem Versuch in ein anderes Land zu gelangen. Diese Umstaende werden vom türkischen Staat und der UNHCR totgeschwiegen, waehrend die Geflüchteten keine Möglichkeit haben anerkannt zu werden, vor allem nicht nach ihrem Tod. Seit 2012 bearbeitet die UNHCR systematisch keine Antraege von afghanischen Asylsuchenden in der Türkei.

Da die UNHCR seit vielen Jahren kaum Antraege von afghanischen Geflüchteten bearbeitet organisierten im Maerz etwa 300 Geflüchtete Proteste vor dem Büro der UNHCR in Ankara und einige von ihnen gingen in Hungerstreik. Manche warten seit 19 Jahren und Afghan*innen werden diesbezüglich offensichtlich diskriminiert. Die Polizei hat die Proteste daraufhin angegriffen und aufgelöst. Vor einem Monat versammelten sie sich erneut vor dem Büro der UNHCR. Dieses Mal waren zwölf der 110 Geflüchteten 27 Tage lang im Hungerstreik, einige von ihnen naehten ihre Münder zu. Am 26. April griff die Polizei sie erneut an. Allerdings brachen die Geflüchteten ihren Hungerstreik erst ab, als sie erfuhren dass 25 der Protestierenden auf ihrem Weg von der Türkei nach Griechenland vor wenigen Tagen gestorben waren.

Wir treffen uns deswegen diesen Mıttwoch, den 14. Mai 2014 um 13.50 Uhr am Marienplatz in München um uns solidarisch mit den Geflüchteten zu zeigen, die immer noch vor dem Büro der UNHCR in Ankara warten.

Montag, 5. Mai 2014

Kein homophober Aufmarsch am 10.Mai !

Am Samstag, dem 10. Mai 2014, soll in München ein homophober Aufmarsch stattfinden. Eine seltsame Allianz aus christlichen Fundamentalist_innen, Rechtspopulist_innen, Nazis und weiteren Rechten will ab 14:00 Uhr am Wittelsbacherplatz starten, um ihre Hetze gegen Lesben, Schwule und andere Menschen, die nicht der heterosexuellen Norm entsprechen, in die Öffentlichkeit zu tragen. In letzter Zeit haben fanden solche Demonstrationen u.a. mehrfach in Stuttgart oder Köln statt, wobei sich dort stets etliche hundert Teilnehmer_innen einfanden. Stein des Anstoßes dieser Aktionen war der Entwurf des badenwürttemberger Kultusministeriums, nicht-heteronormative Lebensweisen in den schulischen Sexualkundeunterricht einzubeziehen. Mit ihrem Slogan „Demo für Alle“ beziehen sie sich dabei auf das gleichbedeutende Motto der Massenproteste gegen die Einführung der Ehe für Alle in Frankreich 2012 und 2013. Wir werden dieses menschenverachtende Spektakel nicht zulassen. Stattdessen werden wir den homophoben Fundis unseren entschlossenen Widerstand entgegensetzen und emanzipatorische, queere und feministische Positionen offensiv auf die Straße tragen.
Deshalb kommt Alle am Samstag, dem 10. Mai zur Gegenkundgebung um 13:00 am Odeonsplatz (vor dem Innenministerium).
Gegen Homophobie und fundamentalistisches Denken!

Sonntag, 4. Mai 2014

Tanzdemo zum 8.Mai


Anlässlich des Tages der Befreiung, dem 8.Mai wird es auch bei uns in München eine Demo geben. Hier der Aufruf der Veranstalter*innen:

Am 8. Mai 1945 endete mit der bedingungslosen Kapitulation aller deutschen Truppen eines der schrecklichsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte, der 2.Weltkrieg und die Shoah. damit eines der schrecklichsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte. In diesem von Deutschland ausgelösten Krieg, fanden insgesamt viele Millionen Menschen den Tod. In den deutschen Vernichtungslagern wie Auschwitz aber auch in den von der Wehrmacht besetzten Gebieten, kam es zum systematischen Massenmord an über unzähligen Menschen, darunter vornehmlich Jüdinnen und Juden aber auch Kommunist_Innen, Anarchist_innen, Sozialdemokrat_Innen, Homosexuelle, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung und alle anderen Menschen, die nicht in das zutiefst menschenverachtende, antisemitische und rassistische Weltbild der Nazis passten oder nicht passen wollten. Obwohl der 8. Mai und damit der Untergang des Nationalsozialismus und das Ende des bis dahin beispiellosen Verbrechens gegen die Menschheit, einen der wichtigsten Tage der Geschichte des europäischen Kontinents darstellt und daher in den meisten europäischen Ländern auch ein Feiertag ist, sucht mensch danach in Deutschland vergeblich. Begründet wurde das in der Vergangenheit oft damit, dass man an einem Tag an dem ein jahrelanges Morden mit vielen Toten zu Ende war, nicht feiert. Diese Darstellung, die einen toten deutschen Soldaten und einen im KZ ermordeten Menschen in eine Reihe stellt, treibt den deutschen Opfermythos auf die Spitze: Mörderische Soldaten, ebenso mörderische Schreibtischtäter und eine Zivilbevölkerung, die dieses mörderische System an die Macht gebracht und unterstützt hat, werden auf einmal zu den armen Opfern eines etwas größenwahnsinnig gewordenen Adolf Hitlers.Gerade in der jüngeren Geschichte, in der Zeitzeugen, die über die Greueltaten der Nazis berichten können, immer rarer werden, verfestigen sich solche Denkformen und werden uns als wahre Geschichte verkauft. Das Sahnehäubchen dabei ist die hiesige Selbst- und (leider auch teilweise) Außenwahrnehmung bei dieser Geschichtsklitterung: Weltweit feiert sich Deutschland als Aufarbeitungsweltmeister, der, Dank seiner Beschäftigung und Einsicht in seine historischen "Fehler", mit einer noch größeren Moral über das politische Weltgeschehen urteilen kann. Eine Folge daraus ist der in letzter Zeit vermehrt geäußerte Wunsch der deutschen Regierung, wieder eine Führungsrolle in Europa zu bekleiden.
Diesem zutiefst geschichtsrevisionistischen Denken gilt es entgegenzutreten ! Kommt daher am 8.Mai zum Stachus und feiert mit uns den Tag der Befreiung, ihr wist ja: Wer nicht feiert, hat verloren !